Dem Kernöl auf der Spur...
Die „Radlerhochburg“ St. Martin, bekannt als Gastgeber des Ölspur-Raderlebnisses und Standort der Ölmühle Lorenz, ist einer der beliebtesten Ausgangspunkte für eine Erkundung der Heimat des Kernöls.
Zu Beginn folgen wir ein Stück der Straße in Richtung Gleinstätten, um gleich links auf ein Asphaltband abzuzweigen, das die Bezeichnung „Straße“ wohl kaum verdient. Mit seiner minimalen Breite stimmt es uns auf die bevorstehende „Entdeckung der Nebenstraßen“ ein.
Nach einer weiteren Querung der Bundesstraße führt uns eine Brücke über die Schwarze Sulm nach Dietmannsdorf. Durch den Ort geht es zum putzigen Bahnhof, später dann wieder auf Asphalt in Teppichbreite der Weißen Sulm entlang nach Pölfing-Brunn. Nach dem Zusammentreffen mit der Zwei-Flüsse-Radtour passieren wir das liebevoll gestaltete „Kipferlbad“ und befinden uns bald auf dem großzügigen Marktplatz von Wies.
Nach einer genussvollen Runde über Eibiswald führt uns eine Kletterpartie vorbei an Schloss Burgstall und an der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt mit ihren Kürbisschaufeldern. Auf dem Kamm angelangt, entschädigt der Weitblick bis zur Koralm für den soeben vergossenen Schweiß. Dann fällt die Strecke wieder ins Blumendorf St. Peter im Sulmtal, wo wir mit der Schilcherradtour-Süd zusammentreffen. Über Kerschbaum gelangen wir nach Schwanberg und passieren das traditionsreiche Moorbad sowie die Kunstgalerie „Lebensschmiede“.
Ein Klapotetz – eine traditionelle Vogelscheuche – zeigt in Hollenegg, dass wir uns nun auch mitten im Schilcher-Weinbaugebiet befinden. Wir nehmen zunächst den Radweg entlang der Straße und passieren das Renaissanceschloss Hollenegg mit seinen Arkaden und den prachtvollen Mammutbäumen. Dann schwenken wir links hinauf, um Deutschlandsberg und den Blick auf dessen Burg nicht zu verpassen.
Im Herzen der Schilchermetropole angekommen, durchfahren wir den Hauptplatz und wenden uns am Ende in Richtung Frauental. Jetzt können wir die Ölspur auch riechen: Bei den Deutschlandsberger Ölmühlen liegt Kürbiskernduft in der Luft… „Willkommen in der Heimat des Schilchers“ begrüßt uns Wildbach, und wir treffen erneut für eine Weile mit der Schilcherradtour-Süd zusammen. Bei der Fahrt über die Weinberge laden Weinbauern zum Verkosten ein. Von Bad Gams fahren wir auf Nebenstraßen durch Wald und Maisfelder, dann wieder hinauf zur Bundesstraße B 76 nach Rassach. Nach wenigen Metern wenden wir uns aber scharf nach links und verlassen den gastlichen Ort, in dem viele Direktvermarkter ihre Produkte in Hofläden anbieten.
Nach der Überquerung der Schienen des „Flascherlzugs“ in Stallhof erblicken wir schon Schloss Stainz. Richtung Ettendorf bei Stainz rollen wir weiter zu Alten Ölmühle Herbersdorf. Von dort fahren wir vorbei an zahlreichen Kürbis- und Maisfeldern Richtung Groß St. Florian. Das Feuerwehrmuseum in Groß St. Florian, das jeden Sommer Akzente in der steirischen Ausstellungsszene setzt, ist einen Abstecher wert.
Zuletzt steigt es noch mal kräftig von Grub nach Hasreith, wo uns – falls wir sehr früh gestartet sind – eine kleine Kapelle mit dem Zwölfeläuten begrüßt. Nach dem Reitererberg flitzen wir schwungvoll an einem Karpfenteich vorbei, bevor wir zum Ausgangspunkt St. Martin zurückkehren.