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Länge: 82km
Streckenprofil: Anspruchsvoll
Der Anstieg nach Heiligen Wasser verlangt nach guter Kondition. Sonst einfach auslassen (Variante 1).
Variante 1 (59km)
Echte Genussradler, die die lange Steigung nach Heiligen Wasser hinauf auslassen möchten, biegen bei Afling rechts ab und folgen zunächst dem Aflingbach, um über die Hügelkette ins östliche Nachbartal nach Södingberg zu gelangen.
Variante 2 (30km)
Wer sich auf Sightseeing begeben möchte, kombiniert die Fahrt von Gaisfeld durch die Gräben nach Köflach mit einer City-Tour. Auf dieser Route liegen auch Bärnbach mit der berühmten St. Barbara-Kirche von Friedensreich Hunderwasser und die Bezirkshauptstadt Voitsberg.
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Heimat der Lipizzaner...
Piber, seit 1920 die Heimat der geschichtsträchtigen Lipizzaner, ist einer der möglichen Ausgangspunkte einer herrlichen Runde durch die Weststeiermark. In der Hoffnung, einen Blick auf die edlen Pferde zu erhaschen, starten wir auf dem Parkplatz des Bundesgestüts Piber.
So haben wir zweimal die Chance:
Vielleicht werden sie ja gerade jetzt auf die Weide gelassen, oder aber, wenn wir zurückkommen. Sonst bleibt als Alternative dann immer noch eine Führung durch das Gestüt. Wir wenden uns gleich links bergauf, um wenig später von einer Anhöhe aus das Gestüt noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu bewundern. Weiter geht es dann hinunter zur Kainach und dieser entlang ins nach ihr benannte Tal.
In Afling aber müssen wir uns bereits entscheiden: Folgen wir weiter dem Flüsschen und fahren wir die – unglaublich reizvolle, aber ebenso kraftraubende – Königsetappe bis zum „Heiligen Wasser“ auf fast 900 Meter hinauf? Zwei Stationen zum Auffüllen der Trinkflaschen haben wir jedenfalls: die erste in der mäßigen Steigung kurz vor Kainach bei einem alten Wasserrad auf der rechten Straßenseite, und die zweite dann nach einer echten Kletterpartie oben auf einem kleinen Abstecher, beim „Heiligen Wasser“ selbst.
Sind wir dort bei der gefassten Quelle angelangt, dürfen wir stolz sein: Den konditionell herausfordernden Part der Tour haben wir bereits gemeistert. Nur noch ein kleines Stück müssen wir zurück und dann bergauf zum Scheitelpunkt.

Von da geht es zunächst in Serpentinen bergab nach Geistthal und dann, an wunderschön restaurierten Bauernhöfen vorbei, erholsam leicht fallend in die Marktgemeinde Stallhofen. Dort nehmen wir die Straße rechts hinauf zur Kirche und an dieser vorbei weiter auf den Muggauberg. In leicht kupierter Fahrt kurbeln wir nun auf einer netten Nebenstraße den Kamm entlang und genießen die gleichen herrlichen Ausblicke wie auch auf der Dreimärkteradtour.
Vorbei an Pfarrkirche, kreuzen wir in St. Johann ob Hohenburg die Straße, um dann in der Ebene auf einem der typischen Radwanderwege durch Mais- und Kürbisfelder zu rollen. Nach der Brücke über die Autobahn gelangen wir in den liebevoll gepflegten und blumengeschmückten Markt Mooskirchen, drehen dort eine kleine Ehrenrunde und rollen dann nach Fluttendorf. Weiter geht es auf verkehrsarmen Nebenstrecken– für ein Weilchen ident mit der Schilcherradtour-Nord– zunächst nach Hallersdorf, das mit dem „Dorfheurigen“ über einen beliebten Radlertreff verfügt. Über Dietenberg, Ligist und Krottendorf erreichen wir wenig später Gaisfeld, wo wir in den Teigitschgraben abzweigen.

Durch eine Reihe hübscher Gräben, immer den Bächen entlang, gelangen wir nach Maria Lankowitz und umrunden dort die „Freizeitinsel Piberstein“. Dieses Areal für Sport und Erholung ist das Relikt aus dem Bergbau: Wo sich heute der Badesee mit Trinkwasserqualität befindet, wurde einst im Tagbau Kohle gewonnen.
An der Wallfahrtskirche Maria Lankowitz vorbei kommen wir nach Köflach und kurz darauf zur Therme NOVA. Die Straße führt uns geradewegs unter der Standseilbahn durch, die Therme und Hotel miteinander verbindet. Und schon sind wir wieder in Piber, dem Ausgangspunkt der Tour, angelangt und hoffen, von den Lipizzanern begrüßt zu werden.
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